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18.01.2007 – 19.01.2007 Sturmtief Kyrill sorgt für eine schlaflose Nacht.

20.01.07 (Einsatz)

Mit 12 Einätzen in 24 Stunden hielt uns Sturmtief Kyrill auf trapp. Nachdem es uns gegen Mittag erreichte, wurden im gesamten Stadtgebiet die Freiwilligen Feuerwehren in Bereitschaft versetzt und das Leitstellenpersonal aufgestockt. Und nur wenig später brach die Einsatzwelle los.

 

 

Um 14.00 Uhr wurden wir zum ersten Mal alarmiert. Auf dem Parkplatz des IKEA Einrichtungshaus sind bereits Hinweisschilder und Fahnenmasten abgeknickt und weitere drohten dem Wind nachzugeben. Infolge dessen mussten wir, nach Absprache mit der Objektleitung, 13 weitere Schildmasten mit dem Trennschleifer kappen. Zusätzlich forderten wir einen Rüstwagen mit Ladekran nach um Fahnenmasten vor dem Haupteingang sicher abzulassen. Während dieser Arbeiten wurde der IKEA Parkplatz geräumt und wenig später stellte das Möbelhaus den Verkauf ein.
Noch am IKEA Einrichtungshaus wurden wir dann zum nächsten Einsatz gerufen. Von einem Dach in der Hirtenhausstraße in Frienstedt drohten Blechteile vom Wind fortgerissen zu werden. Nach kurzer Zeit konnte die Gefahr jedoch beseitigt werden. Mittels eines Trennschleifers wurden die losen Teile vom Dachfirst aus entfernt.
Um 16.00 Uhr rückten wir zu einer ersten Pause ins Gerätehaus ein. Dort blieben wir aber nicht lange, denn nach 20 Minuten ging es in den Hanfsack. Hier gaben die ersten Ziegel an einem Hausdach dem Wind nach. Mit ein paar Ersatzziegeln war das Loch aber schnell geschlossen. Im Querigfeld 3 hielten kurz darauf ebenfalls Ziegel dem Wind nicht stand und fielen auf einen Gehweg. Auf dem Dach des Fünfstöckigen Hauses hingen weitere lose Ziegeln und drohten abzustürzen. Durch Leinen gesichert entfernten wir diese um ein Herabstürzen zu verhindern. Der Wind in dieser Höhe machte uns dabei sehr zu schaffen. In der Dietendorfer Straße wurde wenig später ein weiteres Dach einiger Ziegeln entledigt, konnte dank Ersatz aber schnell wieder geschlossen werden. In Schmira entfernten wir wenig später einen Baum von der B7.
Ab 22.00 Uhr wurde es zum ersten Mal ruhiger, es sollte aber nur eine kurze Erholungsphase werden. Die meisten Einsatzkräfte haben sich gerade zu einem Schlafversuch nach Hause begeben, da heulte die Sirene gegen Mitternacht erneut auf. Wieder wurde in der Dietendorfer Straße ein Dach abgedeckt. Jetzt hatte der Wind aber heftigere Schäden hinterlassen. Cirka 20 Ziegeln hob der Wind vom Dach, aber auch hier war genügend Ersatz vorhanden sodass es wieder geschlossen werden konnte. Bis 3.00 Uhr reparierten wir in dieser Nacht noch zwei Dächer Gottstedt um dann ein erstes Mal ins Bett zu kommen. Bis zu dieser Zeit wurden im gesamten Stadtgebiet bereits an die 200 Einsätze der Feuerwehr registriert. Um 7.00 Uhr, nach einer nur kurzen Schlafphase, stand bereits der nächste Einsatz an. Es war der Zehnte in dieser Sturmnacht. Auf einer Abfahrt des IKEA – Parkplatzes blockierte ein Baum die Fahrbahn. Nach einer halben Stunde war die Fahrbahn jedoch beräumt und konnte wieder frei gegeben werden.
Zum Abschluss der Einsatzwelle fällten wir gegen Freitagmittag in der Dietendorfer Straße noch einen vom Umstürzen bedrohten Baum und entfernten letzte lose Ziegeln von einem Dach.
An dieser Stelle noch einen Dank an die 13 Einsatzkräfte die sich im Wechsel über die Nacht hinweg in die Einsätze teilten, denn der Großteil ging am Freitagmorgen – sicherlich mit dicken Augen – dem Arbeitsalltag nach. Ebenfalls geht ein Dank an den Ortsbügermeister Detlef Thorwirth und seine Gattin sowie an die Familie des Vereinsmitgliedes Maik John die uns über die Abend- und Nachtstunden mit Kaffe, Wurst und Brot versorgten.

 

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